Symbol der Treue – Die Trauringe

Meine Hochzeit. Mein Tag. Paar probiert Trauringe an

Er steht für Beständigkeit und Unendlichkeit und ist eines der bekanntesten Symbole für Heirat und Verheiratetsein. Der Ehering ist der Höhepunkt der Trauungszeremonie und verbindet symbolisch Mann und Frau für die Ewigkeit. Durch den Trauring wird das gegebene Ja-Wort für alle Welt sichtbar, die Verbindung des Ehepaares fortan dokumentiert. Der Brauch selbst ist uralt: Seit dem 13. Jahrhundert gehört er fest zur christlichen Hochzeitszeremonie, doch schon die alten Ägypter und Griechen trugen Trauringe.

 

Wann die Ringe kaufen?

Niemand will, dass die Ringe im letzten Moment vom Taxifahrer in die Kirche gebracht werden. Daher gilt auch beim Thema Ringe wie bei den meisten Hochzeitsvorbereitungen: Rechtzeitig darum kümmern! 4–5 Monate vor dem Tag der Hochzeit sollten die Ringe ausgewählt und in Auftrag gegeben worden sein.

Nach Fertigstellung der Ringe steht eine Anprobe an – und dabei kann sich durchaus herausstellen, dass die Ringe noch einmal nachbearbeitet und angepasst werden müssen. Auch das kann noch einmal einige Zeit dauern, daher sollte der ursprüngliche Termin für die Abholung nicht unmittelbar vor dem Hochzeitstermin liegen.

Wie teuer darf es sein?

Für Ringe, die den Rest des Lebens getragen werden sollen und dabei auch im Alltag bestehen müssen, gibt man gerne etwas mehr Geld aus. Manche Brautpaare investieren mehr als ein Zehntel ihres Hochzeitsbudgets allein für die Ringe. Doch die Spannbreite an Materialien, Ausarbeitungen und Verzierungen ist immens. Dementsprechend ist die Preisspanne groß: Zwischen 50 Euro (für einfache Silberringe) oder 5.000 Euro (für massive Gold- oder Platinringe mit hohem Edelmetallanteil) ist alles dabei.

Meine Hochzeit. Mein Tag. Trauringe anziehen

„Gold und Silber lieb ich sehr …“

Der klassische Hochzeitsring ist der goldene Ehering, und in der Tat erlebt der Goldring als Trauring gerade eine gewisse Renaissance. Die meisten Paare entscheiden sich für einen Ring aus Gold oder Platin – was aber noch nichts über die Farbe aussagt. Neben Gelbgold sind auch Ringe aus Rotgold und Weißgold gefragt.

Galt Platin früher als das teuerste Material für Trauringe, so hat sich das Verhältnis zum goldenen Ehering inzwischen umgekehrt: Gold ist allein vom Materialwert her heute doppelt so viel wert wie Platin. Trotzdem wird der Platinring weiterhin als wertiger als ein Goldring betrachtet. Das liegt nicht nur an der Seltenheit, sondern auch an der Widerstandsfähigkeit des Materials. Ähnlich teuer wie Gold ist außerdem Palladium, das man bei Ringen vor allem als Alternative zu Platin nimmt, da Palladiumringe leichter als Platinringe und farbbeständiger als Ringe aus Gold sind.

Auch Trauringe aus Silber gibt es, sie sind sehr günstig, aber nicht so beständig wie Weißgold- oder Platinringe. Stattdessen laufen Silberringe mit der Zeit eher an, die Oxidation verleiht ihnen schnell Patina – ein Grund, warum sich manche Paare bewusst für Silber entscheiden, obwohl es im Ringangebot nicht zu den teuersten Materialien zählt. Eine geringe Rolle spielen Titan- oder Stahlringe, die ebenfalls sehr preisgünstig sind.

Stilvoll

Neben Farbe und Material ist natürlich das Design ebenso wichtig: Sollen es dünne, unauffällige Ringe werden oder massive, schwere? Verspielte, verzierte oder schlichte? Sehr viel ist möglich, und hier hilft nur eine gute Beratung und der persönliche Geschmack weiter. Wichtig ist vor allem, dass die Ringe möglichst zeitlos sind, denn sie sollen in einigen Jahren ja nicht schon veraltet wirken. Der Ring für ihn und der Ring für sie müssen dabei keinesfalls identisch sein – schön ist aber, wenn sie sich in Farbe oder Stil ergänzen. Die Gravur der Ringe ist quasi Pflicht, aber ob es das Hochzeitsdatum, der Name des jeweils anderen, beides gleichzeitig oder vielleicht ein Sinnspruch wird, das bleibt ganz allein dem Brautpaar überlassen.

Meine Hochzeit. Mein Tag. Trauringe neben Blumenstrauß
Linke oder rechte Hand?

Bleibt nur noch die Frage: an welcher Hand trägt man denn nun eigentlich den Ring? Die Frage ist tatsächlich gar nicht so unberechtigt, und nicht nur nervöse Bräutigame haben schon die falsche Hand ihrer frisch Angetrauten ergriffen, um dieser den Ring anzustecken. Denn die universell „richtige“ Hand für den Trauring gibt es gar nicht. Es ist eine kulturelle oder religiöse, manchmal auch ganz persönliche Frage, die über die ringtragende Hand entscheidet.

In Deutschland und Österreich wird der Ehering an der rechten Hand getragen, in der Schweiz und Frankreich überwiegend an der linken Hand. Nur den Verlobungsring trägt man in Deutschland links. Damit gehören Österreicher und Deutsche zur Ausnahme: In den meisten Ländern der Welt werden die Ehe- und Verlobungsringe an der linken Hand getragen.

Das Wissen, warum welche Kultur den Ring an dieser oder jener Hand trägt, ist längst verlorengegangen. Die Spuren verlieren sich in der Geschichte: Nach einem Glauben des Altertums führt eine Vene der linken Hand – die „Liebesader“ – direkt zum Herzen, weswegen der Ring dort getragen werden solle. Dagegen sprechen die Bibel und auch der Koran von der rechten Hand als der glücksbringenden, guten oder „reinen“ Hand, weswegen der Ring nach rechts gehöre. Egal ob er rechts oder links getragen wird – angesteckt wird der Ehering stets am Ringfinger.

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