Hoffnung, Zuversicht und Liebe

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Heiraten in der Corona-Krise - Was ändert sich?

Meine Hochzeit. Mein Tag. Wir bauen Brücken zwischen Brautpaaren und Hochzeitsdienstleistern, und das in guten wie auch in schweren Zeiten!

Wie ticken wir eigentlich, und was ändert sich durch die „Corona-Krise“?

Ich bin Silvija, langjährige Hochzeitsplanerin. Bisher habe ich meine Brautpaare ausschließlich in der klassischen Art einer Hochzeitsplanerin unterstützt.

Um jedoch allen Paaren die Möglichkeit und Chance zu geben, strukturiert und selbstsicher die eigene Hochzeit planen zu können, habe ich mein ganzes Wissen und die vielen Hochzeitsplaner-Erfahrungen der letzten Jahre in einen einzigartigen, innovativen Hochzeitsplaner-Onlinekurs gesteckt. Der MHMT-Onlinekurs „Gut geplant in 5 Phasen zur Traumhochzeit“ wird schon in Kürze erhältlich sein.

Sowohl persönlich als auch bereits online unterstütze ich als Brautcoach viele Bräute und liebe meine tollen Gruppen, in denen ich auch sehr aktiv involviert bin. Regelmäßige Live-Streams gehören dazu!

Für Bräute: https://www.facebook.com/groups/meine.hochzeit.mein.tag/

Für Bräutigam/Trauzeugen: https://www.facebook.com/groups/142425847021990/

Für Hochzeits-Dienstleister: https://www.facebook.com/groups/MHMTCommunity/

Kurz gesagt, ich „liebe und lebe“ HOCHZEITEN!

Tag 1: STANDESAMT / die standesamtliche Trauung:

VOR CORONA:

Wir wussten alle, dass wir 6 Monate vor dem Hochzeits-Wunschtermin das Aufgebot einreichen konnten und somit auch die standesamtliche Hochzeit einen festen Termin bekam. Die Planung einer standesamtlichen Hochzeit hat sich in den letzten Monaten/Jahren verändert. Vieles, was vor Jahren noch undenkbar war, wird jetzt freudig umgesetzt.
Ja, auch eine standesamtliche Hochzeit ist heute etwas ganz Besonderes, insbesondere für die, die danach nicht vorhaben, sich noch frei oder kirchlich trauen zu lassen.

Standesbeamter oder Standesbeamtin halten, in den meisten Fällen, eine auf das Brautpaar persönlich abgestimmte Traurede (vergleichbar mit einem Trauredner), der Trau-Saal wird schön geschmückt … Für Gäste liegen kleine Präsente, wie etwas Süßes, Trau-Text-Blätter, Freuden-Tränen-Taschentücher usw. auf den Stühlen bereit. Nicht selten gibt es musikalische Einlagen, über einen Player oder auch live mit Sänger/-in.
Es gibt einen Ablauf wie auch bei der kirchlichen Trauung, der Brautvater führt die Braut hinein, die Familie oder Freunde können in manchen Fällen sogar einen Beitrag mit einbringen und noch so vieles mehr.

Im Grunde gab es auch da, so schien es zumindest, bereits keine Grenzen, und jedes Brautpaar konnte seinen Tag so individuell wie nur möglich gestalten. Für mich persönlich eine großartige Entwicklung.

AKTUELL:

Aktuell geht leider nicht so viel. Wenn die Standesämter den Brautpaaren nicht schon von sich aus abgesagt haben und die Ämter geschlossen sind, nutzen diejenigen, die noch die Möglichkeit bekommen, die Chance und lassen sich nur zu zweit oder je nach Stadt und Region auch mit Beisein der Trauzeugen oder dem engsten Familienkreis trauen. Leider sind hier die Vorgaben bundesweit extrem unterschiedlich, und ich persönlich ärgere mich darüber, denn gerade auch in meiner Brautgruppe, in der die Bräute unter anderem auch aus der ganzen Bundesrepublik kommen, gibt es so viele unterschiedliche Vorgaben zu beachten. Dies führt leider dazu, dass die Brautpaare eher verunsichert werden und eben auch, meiner Meinung nach, eine Art Ungerechtigkeit verspüren.

Es herrschen die unterschiedlichsten Konstellationen vor:
– Das Standesamt hat geschlossen – eine Trauung ist nicht möglich und wurde abgesagt
– Die Trauung ist nur zu zweit + Standesbeamtin möglich
– Bei der Trauung dürfen selbst die eigenen Kinder nicht dabei sein
– Es ist eine Trauung mit den Trauzeugen erlaubt
– Es dürfen sogar bis zu 10 Personen mit dabei sein
– Die einen dürfen einen Live-Stream/Videoaufnahmen machen, andere wiederum nicht

Die Liste ist leider länger, als mir lieb ist.

Es fühlt sich für viele Brautpaare, denen etwas verwehrt wird, was woanders noch möglich ist, einfach ungerecht an! Leider bleibt uns in diesem Fall nichts anderes übrig, als dies hinzunehmen und das Beste aus der Situation zu machen.

Doch was passiert da gerade und was wünsche ich mir für alle zukünftigen Brautpaare?

Durch meine Kontakte sowohl zu vielen Paaren als auch zu Standesbeamten entwickelt sich hier gerade etwas ganz Wunderbares. Im ersten Moment denkt man: „Oje, was …? Die Trauung geht nur 5–10 Minuten?“ (Auch dies ist von Ort zu Ort und Region zu Region unterschiedlich.) Es wird nur ein kurzer offizieller Teil abgehalten, mit notwendigem Sicherheitsabstand, nicht selten einer Plexiglas-Trennwand, wo gleich danach alles desinfiziert wird, keine persönliche Begrüßung und keine herzliche Verabschiedung. Die Nächsten bitte …

Ich selbst, und das betone ich auch in meinem Hochzeitsplaner-Onlinekurs und auch in der Brautgruppe, sage immer wieder, dass das Standesamt, vergleichsweise mit einer freien oder kirchlichen Trauung, mindestens genauso, wenn nicht noch emotionaler sein kann, als man sich das im Vorfeld vielleicht vorstellt. Wenn eine Braut in meiner Gruppe schreibt „Ja, wir heiraten ‚nur‘ standesamtlich“, da gibt es immer und immer wieder einen netten Hinweis von mir, dass man dies nicht klein halten soll, sondern es zelebriert wie auch all die anderen Hochzeiten. Das „Nur“ wird sofort herausgestrichen.

Ja, es ist eine Behörde – es drängt sich die Vorstellung auf: graues Gebäude, langer Flur, alles steril und minimalistisch, und ja, da steht halt jemand, der uns traut. Doch jetzt, zu Corona-Zeiten – es ist eigentlich fast unglaublich –, kommt endlich auch dieser Wert zum Vorschein, und das wiederum freut mich soooo sehr.

Standesamtlich heiraten in der Corona-Krise

Schaut mal:

Braut 1:

„Am Standesamt wurden wir ganz herzlich, aber halt mit Abstand begrüßt. Sie (Standesbeamter und eine Kollegin) waren ganz überrascht, dass wir uns nur für das gesetzliche Konsensgespräch so rausgeputzt hatten, deshalb sind wir kurzerhand noch in den großen Saal geführt worden für 2 Fotos als Erinnerung .
Danach ging es zurück in den ‚kleinen‘ Raum, da war zu meiner Überraschung sogar ein superschönes Blumenbouquet auf dem Tisch. Wir wurden dann gefragt, ob wir denn die Ringe denn auch trotzdem mithätten, weil dann könnten wir den Ringtausch doch auch ausnahmsweise zelebrieren
.
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, wir hatten den Standesbeamten vorher noch nie gesehen, weil der Termin für das Aufgebot schon in den Corona-Lockdown gefallen ist.
Also haben wir zuerst das Aufgebot noch gemacht, da hat man gemerkt, die Chemie passt zwischen uns, weil er auch so ein humorvoller Typ ist.
Die Trauung selbst war dann zwar ohne Rede, aber das Eheversprechen mit Ringtausch war trotzdem liebevoll und emotional gemacht. Wir wurden sogar, ohne darum zu bitten, wieder bei den Highlights vom Ringtausch, dem Kuss und der Unterschrift fotografiert.
Unsere vor Wochen übermittelte Geschichte (Feuer und Wasser, kennst du vielleicht) wurde uns dann sogar zum Abschluss noch vorgetragen. Es war echt super locker, emotional und humorvoll. Ein lustiges Schlusszitat gab’s auch noch – sinngemäß: ‚Nach der Ehe kümmerst du dich um Probleme, die du alleine gar nicht hattest‘
, aber er wünschte uns natürlich im Anschluss nur das Beste.

* * *

Braut 2:

„Es war sehr emotional. Mit der Standesbeamtin haben wir, aus bekanntem Grund, vorher sehr häufig telefoniert. Vielleicht hat sie deshalb so wunderbare passende Worte für uns gefunden. Wir haben trotzdem unser Lied gespielt, was wir uns ausgesucht hatten. Bei uns ist eine Videoaufnahme eigentlich nicht gestattet, aber wir haben an dem Tag gefragt, ob es ausnahmsweise möglich ist, das Jawort für unsere Lieben aufzunehmen, und wir durften. Das hat mein Sohn übernommen. Wir sind uns im Nachhinein sehr sicher und einig gewesen, dass wir so loslassen konnten, gerade weil wir nur zu dritt waren.

Es war einfach wunderschön. Draußen standen dann unsere Freunde und Familie im richtigen Abstand, um uns zu feiern und sich mit uns zu freuen. Nicht nur wir, sondern auch die Standesbeamtin war darüber sehr ergriffen.
Für uns steht fest: Es war die richtige Entscheidung, und so, wie es war, einfach unbeschreiblich. Ich hoffe, ich konnte dir dieses Wahnsinnsgefühl rüberbringen.

* * *

Braut 3:

„Es ging länger als erwartet, auch die Standesbeamtin war sehr herzlich und genauso wie wir ergriffen. Es war emotionaler und viel schöner, als wir erwartet haben.

* * *

Braut 4:

Liebe ist stärker als Corona
Wir haben gestern ‚Ja‘ gesagt 

Der Tag war trotz der außergewöhnlichen Umstände extrem schön und emotional
Freitags überraschte mich meine Floristin schon mit einem ‚Hab ich für dich mit dem, was ich hatte, als Notfallstrauß gemacht‘-Brautstrauß.
Unsere Trauung zu zweit wurde von einer wunderbaren Standesbeamtin mit wundervollen Worten ganz persönlich/intim und wunderschön gehalten,
die wir für unsere Lieben gefilmt haben. Vor dem Standesamt wurden wir dann von meinen Eltern und einer Handvoll Arbeitskollegen (alle natürlich in Corona-geeignetem Sicherheitsabstand) mit einem Klopapierspalier empfangen. 
Danach ging es bei strahlendem Wetter mit noch weiteren Überraschungen weiter …“

* * *

Hochzeit in Corona-Zeiten - Empfang mit einem Klopapierspalier
Hochzeit in Corona-Zeiten – Empfang mit einem Klopapierspalier

Es gibt noch so viele Berichte, Nachrichten und Postings mehr … und alles, was ich bisher als Rückmeldung erhalte habe, ist durchweg positiv und vor allem sehr intensiv.

Die Standesbeamten/Beamtinnen legen gerade jetzt, aber auch sonst ein unglaubliches Herzblut in diese wenigen Minuten, versuchen mit allem, was ihnen möglich ist und zur Verfügung steht, einzigartige und unvergessliche Momente zu schaffen. Ich habe gerade in den letzten Wochen mit einigen Standesbeamtinnen gesprochen und regelrecht gespürt, wie diese mitfühlen und wie leid es ihnen tut, dass eben zum jetzigen Zeitpunkt auch ihnen nicht mehr möglich ist.

Ich bin so froh darüber, dass durch die derzeitige, wenn auch furchtbare, Situation die Menschlichkeit und auch die Dienstleistung der Standesbeamtinnen und auch Beamten sichtbarer werden, und hoffe für die Zukunft, dass noch viele mehr dies wertschätzen, für sich nutzen und auch so empfinden. Auch die standesamtliche Trauung war, ist und wird, wenn auch mit Bürokratie verbunden, immer auch etwas Einzigartiges und unfassbar Wertvolles sein und bleiben.

Mein Appell an alle, die ausschließlich standesamtlich heiraten:

Auch ihr habt in der Regel alle Möglichkeiten, eure standesamtliche Trauung so zu gestalten, wie ihr es euch wünscht. Sprecht mit den tollen Standesbeamtinnen und Beamten darüber – auch sie lieben ihren Job und freuen sich, euch zu unterstützen. Informiert euch gut und seid kreativ.

Bleibt stets zuversichtlich und lasst euch nicht, auch nicht von einem Corona-Virus, euren gemeinsamen Moment nehmen. Es liegt ganz allein an euch, was ihr daraus macht! Kreiert euch selbst mit der Unterstützung von Familie, Freunden und tollen Dienstleistern euren TRAUMTAG!

Ich wünsche euch alles Liebe und mit oder ohne Corona eine traumhafte und unvergessliche standesamtliche Trauung!

Eure Silvija

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